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Eine Seitenstraße in Mumbai, ein dunkles Hinterzimmer. Männer, alte und junge, sitzen herum, diskutieren wild und spielen ein Brettspiel. Ein kleiner Junge mit wachem Blick, Imraan, managed den Laden, kassiert das Geld, wechselt Scheine und bekommt als Lohn ab und an ein Trinkgeld zugesteckt. Im Raum steht der Kameramann David Schittek, der von den Anwesenden von Stunde zu Stunde weniger bemerkt wird. „Mein Ziel beim dokumentarischen Arbeiten ist es immer, mich so ruhig und unauffällig zu verhalten, dass die Protagonisten mich nach und nach vergessen, ihr Verhalten und somit der Film organischer wird“ sagt er. Die bei dem Dreh von „Imraan c/o Carrom Club“ vorhandene Sprachbarriere sieht er nicht als Nachteil, sondern vielmehr als eine Chance, sich rein auf die im Raum vorhandenen Emotionen zu konzentrieren. „Wörter sind oft ohne Bedeutung, wichtig ist das, was darunter liegt“ meint er.
Unterschiedliche Methoden und Filmarten, durch die sich dennoch ein gemeinsamer roter Faden zieht, sind charakteristisch für das Schaffen von David Schittek. Ebendieser rote Faden ist das Interesse am Neuen, Unbekannten und die damit einhergehende Bereitschaft sich voll auf die jeweiligen Arbeitsumfelder einzulassen – Mit seiner lockeren, entspannten Art immer wieder neue, kreative Symbiosen mit Orten, Menschen und Technologien einzugehen.




